Nervensystem beruhigen: Wege aus dem Dauerstress

Nervensystem beruhigen und inneren Druck rausnehmen – Dipl.-Psychologin Evi Kühnlein unterstützt dich online und in Freiburg

Fühlst du dich stän­dig wie unter Strom und kannst nicht mehr abschal­ten? Wenn dein Ner­ven­sys­tem im Dau­er-Alarm fest­steckt, hilft oft kein nor­ma­les Aus­ru­hen mehr. Als Dipl.-Psychologin unter­stüt­ze ich dich dabei – online deutsch­land­weit oder in Frei­burg –, dei­nen Kör­per aus dem Stress­mo­dus zu holen und gezielt zu beru­hi­gen. Gemein­sam fin­den wir Wege, wie du die inne­re Unru­he los­wirst und dein Sys­tem wie­der in die Balan­ce bringst.

Überaktivierung des Sympathikus: Warum dein Körper auf Dauer-Alarm schaltet

Ist das Ner­ven­sys­tem erst ein­mal ange­schla­gen, gerät die Bio­lo­gie aus dem Takt. Wir füh­len uns nach dem Auf­wa­chen wie gerä­dert, fah­ren wegen Klei­nig­kei­ten aus der Haut oder füh­len uns emo­tio­nal wie „taub“. Häu­fig wird die­se Über­re­ak­ti­on durch einen Schock oder eine hef­ti­ge Kri­se aus­ge­löst.

Das bedeu­tet, dass der Wech­sel zwi­schen Akti­vi­tät und Ruhe­mo­dus nicht mehr im opti­ma­len Maße ver­läuft. Hier­für sind zwei ver­schie­de­ne Ner­ven zustän­dig: Sym­pa­thi­kus und Para­sym­pa­thi­kus.

Der Sym­pa­thi­kus sorgt dafür, dass unser Kör­per bei Gefahr sofort mobil gemacht wird (Fight-or-Flight-Modus). Dabei wer­den unse­re Ner­ven­zel­len mit Adre­na­lin und Cor­ti­sol geflu­tet. Das Pro­blem dabei:

  • Die Gehirn-Blo­cka­de: Unser vor­de­rer Gehirn­lap­pen wird blo­ckiert. Man kann es mit der Sper­rung einer Wasch­ma­schi­nen­ver­rie­ge­lung ver­glei­chen. Wir haben nur noch Zugriff auf Not­fall­re­fle­xe: Kämp­fen, Flüch­ten oder Erstar­ren.
  • Rea­le vs. erdach­te Gefahr: Unser Gehirn unter­schei­det nicht, ob es sich um eine rea­le Bedro­hung oder eine erdach­te Gefahr han­delt – maß­geb­lich ist die Men­ge der Stress­hor­mo­ne.
Innere Unruhe und Gereiztheit bei Stress – Sympathikus-Überreizung verstehen mit Dipl.-Psychologin Evi Kühnlein

Wenn der Druck zu groß wird: Warum du dich wie unter Dauerstrom fühlst

Ab einem bestimm­ten Stress­pe­gel reagie­ren wir psy­chisch oft nur noch in Extre­men: Wir wer­den gereizt und aggres­siv oder wir zie­hen uns kom­plett zurück und „mau­ern“. Viel­leicht fühlst du dich wie gelähmt oder wie ein hilf­lo­ses Opfer dei­ner eige­nen Anspan­nung.

Die­ser Zustand ver­braucht enor­me Men­gen Ener­gie. Das stän­di­ge Bereit­stel­len von Adre­na­lin fühlt sich ein biss­chen so an, als müss­test du müh­sam Erd­öl pum­pen, um den Motor am Lau­fen zu hal­ten. Das erklärt, wes­halb wir uns nach einer Stress­at­ta­cke voll­kom­men erschöpft füh­len.

In unse­rer Zusam­men­ar­beit geht es dar­um, genau hier den Druck raus­zu­neh­men und die­se chro­ni­sche Anstren­gung zu been­den. Denn wenn das Ner­ven­sys­tem nicht mehr zur Ruhe kommt, äußert sich das oft in deut­li­chen Sym­pto­men:

  • Kör­per­lich: Migrä­ne, Tin­ni­tus, Blut­hoch­druck, nächt­li­ches Zäh­ne­knir­schen oder uner­klär­li­che Schmer­zen.
  • Stoff­wech­sel: Fress­at­ta­cken, kom­plet­ter Appe­tit­ver­lust oder quä­len­de Magen-Darm-Pro­ble­me.
  • Schlaf: Mas­si­ve Ein- und Durch­schlaf­stö­run­gen, die dich nicht mehr zur Ruhe kom­men las­sen.
Regeneration des Nervensystems und Abbau von innerer Unruhe – Dipl.-Psychologin Evi Kühnlein

Beruhigung des Nervensystems: Den Pausen-Knopf aktivieren

Damit sich dein Ner­ven­sys­tem wie­der beru­hi­gen kann, müs­sen wir den Gegen­spie­ler zum Sym­pa­thi­kus akti­vie­ren: den Para­sym­pa­thi­kus. Sobald die­ser aktiv ist, sen­det das Gehirn das Signal zur Ent­war­nung. Die Aus­schüt­tung von Stress­hor­mo­nen wird gestoppt und statt­des­sen wer­den Sero­to­nin und kör­per­ei­ge­ne Opio­ide (Glücks­hor­mo­ne) aus­ge­schüt­tet.

Dadurch ver­än­dert sich alles: Die Welt rückt wie­der auf ange­mes­se­nen Abstand, du hast das Gefühl, wie­der atmen zu kön­nen, und spürst einen Frei­raum zwi­schen dir und den Pro­ble­men des All­tags. Die Blo­cka­de im vor­de­ren Gehirn­lap­pen löst sich und du kannst wie­der klar den­ken.

Wie kann ich das Nervensystem schnell entlasten?

Das Ziel ist es, den Adre­na­lin­spie­gel dau­er­haft zu sen­ken. Das gelingt durch regel­mä­ßi­ge Übun­gen (ca. 3 x 5 Minu­ten täg­lich). Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en zei­gen, dass man dies min­des­tens 8 Wochen tun soll­te, damit sich ein sta­bi­ler Reflex bil­det.

Bereits nach zwei Wochen ist oft so viel psy­chi­scher Puf­fer auf­ge­baut, dass es mög­lich wird, sich vor­sich­tig den eigent­li­chen Kon­flik­ten zuzu­wen­den. Nun beginnt erst die eigent­li­che The­ra­pie oder Bera­tung. In mei­ner Beglei­tung – ob in Frei­burg oder Online – geschieht dies in dei­nem indi­vi­du­el­len Tem­po, ohne dich zu über­for­dern. Mit zuneh­men­dem Trai­ning wächst das Selbst­mit­ge­fühl, das Ver­ständ­nis für inne­re Zusam­men­hän­ge und dein Selbst­ver­trau­en.

Wenn du direkt aus­pro­bie­ren möch­test, wie sich Ent­las­tung anfühlt: Ich emp­feh­le dir, mit einem Body­scan zur Beru­hi­gung des Ner­ven­sys­tems zu begin­nen. Damit du sofort sicher star­ten kannst, fin­dest du hier auch eine ein­fa­che Schritt-für-Schritt-Anlei­tung.

Druck raus nehmen: Termin buchen – Unterstützung & Kontakt

Vertiefung & Akuthilfe

🎧 Hör­tipp: Für tie­fer­ge­hen­de neu­ro­lo­gi­sche Ein­bli­cke emp­feh­le ich die­ses Inter­view:

Podcast-Interview mit Dr. Michael Nehls über die Biologie des Nervensystems und den Aufbau von psychischem Puffer.

Dr. Micha­el Nehls über Stress, Depres­si­on und die Rege­ne­ra­ti­ons­kraft unse­res Ner­ven­sys­tems.

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Soforthilfe bei Panikattacken - erste Hilfe mit fünf bewährten Übungen, zusammengestellt von der Psychologin Evi Kühnlein

Druck raus­neh­men: Den Alarm­mo­dus im Kör­per stop­pen

Puf­fer auf­bau­en: Wie­der gelas­se­ner auf Stress reagie­ren

Erhol­sam schla­fen: Den Kopf nachts end­lich aus­schal­ten

Klar­heit fin­den: Die Gehirn-Blo­cka­de nach­hal­tig lösen.

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